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SCHLOSS DRACHENBURG
Auf halbem Weg von Königswinter zum Gipfel des Drachenfels‘ liegt das Ensemble von Schloss Drachenburg. Der aus Bonn stammende und in Paris zu Vermögen gekommene Bankier Baron Stephan von Sarter ließ das Schloss in den Jahren 1882 bis 1884 als repräsentativen Wohnsitz errichten.
Der Bau mit seinen zahlreichen Zitaten anderer Stilepochen und seiner kunstvollen Innenausstattung ist geprägt vom Geist der Gründerzeitjahre und ein herausragendes Beispiel für den Stil des Historismus.
Die Geschichte des Schlosses gestaltete sich sehr wechselhaft. Sarter selbst hat das Schloss nie bewohnt. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg wurde es zu einer Art touristischen "Erlebnispark" ausgebaut – damals entstand auch das Hotel Burghof im "Schweizer Stil".
Die sogenannte Hauptburg beherbergte später u. a. ein katholisches Internat, eine nationalsozialistische Eliteschule und ein Schulungszentrum für Eisenbahner.
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In den 1960er-Jahren verfiel das Schloss zusehends. 1971 kaufte der Textilfabrikant und Kunstliebhaber Paul Spinat das Schlossgelände. 1989 erwarb die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege das Ensemble. Seither wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. Nach deren Abschluss im Jahr 2010 sind die restaurierten und remöblierten Schlossräume wieder zur Besichtigung geöffnet und geben Einblick in gründerzeitliche Wohnkultur.
> www.schloss-drachenburg.de
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