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DRACHENFELS

Im Siebengebirge erhebt sich eine der Ikonen der Rheinromantik, der Drachenfels. Diesem eilt der Ruf voraus, er sei der meistbestiegene Berg Europas. Er ist jährlich das Ziel von rund einer Million Menschen, die den 321 Meter hohen Gipfel entweder mit der Zahnradbahn, auf dem Rücken von Eseln oder zu Fuß erreichen. Von hier aus bietet sich ein einzigartiger Blick in das Rheintal, bis zu den Höhen von Eifel und Westerwald sowie in die Kölner Bucht.

Das markante Profil des Drachenfels´ ist eine Folge von Steinbrucharbeiten, die über Jahrhunderte an seiner Rheinseite betrieben wurden. Bereits die Römer hatten hier wertvolles Trachytgestein abgebaut. Im Mittelalter lieferte der Berg das Baumaterial u. a. für den Kölner Dom.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann die "zweite Karriere" des Drachenfels‘. Die Landschaft wurde nun vermehrt auch unter ästhetischen Gesichtspunkten wahrgenommen. Dichter und Maler entdeckten das wildromantische Ensemble von Fels, Ruine und Wald und machten den Berg weit über die Grenzen Deutschlands populär.



Der Drachenfels gilt zugleich auch als die Wiege des Naturschutzes, denn hier wurde erstmals in Deutschland eine Landschaft um ihrer selbst willen geschützt, lange bevor es Naturschutzgesetze oder Naturschutzbehörden gab. Auslöser waren die Steinbrucharbeiten, die in den 1820er-Jahren am Drachenfels nach längerer Unterbrechung wieder aufgenommen wurden. Als der Steinbruch drohte, den markanten Gipfel mitsamt der mittelalterlichen Ruine zum Einsturz zu bringen, reagierten viele Bürger mit Unmut. Die Gegner des Steinabbaus gewannen einen prominenten Fürsprecher für ihr Anliegen: den preußischen König Friedrich Wilhelm III. Dieser veranlasste 1836 die Enteignung des Gipfels – gegen eine Entschädigung von 10.000 Talern – und untersagte fortan jeglichen Steinbruchbetrieb auf dem Drachenfels.

Die Stiftung Naturschutzgeschichte knüpft mit ihrem Standort auf dem Drachenfels bewusst an diese frühen Bemühungen um den Schutz der Landschaft an.

Historischer Ort
– Drachenfels
– Siebengebirge
– Schloss Drachenburg
– Vorburg

Institution
– Kuratorium
– Vorstand
– Geschäftsstelle
– Satzung

Arbeitsbereiche
Regionale Arbeitskreise

Johann Adolf von Lasinsky:
Ruine Drachenfels, 1828


Hunderttausende von Touristen erklimmen alljährlich den Drachenfels und besichtigen die Ruine der mittelalterlichen Burg